Wie Eisenach die Bundesliga aufmischt
Vor der Saison schien die Lage klar: Der ThSV Eisenach wurde vielerorts als Abstiegskandidat gehandelt. Der beste Torschütze weg, der gefeierte Trainer ebenfalls. Die Vorbereitung? Durchwachsen. Auf dem Papier sprach wenig für eine sorgenfreie Saison.
Und heute? 6:8 Punkte in der Bundesliga. Pokal-Achtelfinale. Der erste Sieg gegen Gummersbach seit 23 Jahren. Was ist da los?
Identität statt Idealbedingungen
Es ist nicht das Geld. Nicht die modernste Halle. Nicht der größte Kader. Es ist etwas anderes: Identität.
Was diese Mannschaft aktuell zeigt, ist eine Wucht, die sich nicht in Tabellen oder Marktwerten messen lässt. Wer ein Heimspiel in Eisenach sieht, merkt schnell: Da spielt keine x-beliebige Truppe. Da ist eine Einheit auf der Platte, aufgeladen, emotional, entschlossen.
Stefan Kretzschmar brachte es jüngst auf den Punkt:
„In dem Moment, wo du dieses Trikot überziehst und in die Halle einläufst – bist du Eisenach.“
Der Verein hat genau das erkannt. Aus dem Zitat wurde ein Einlauftrailer. Keine teure Imagekampagne, kein Marketingsprech. Sondern pure Authentizität. Musik drunter, Spot ab. Wirkung: maximal.
Wenn Haltung Spieler verändert
Spannend ist, was diese Haltung mit den Spielern macht. Neuzugänge wie Max Beneke, zuvor eher ruhig, zeigen plötzlich mehr Präsenz, mehr Energie. Die Körpersprache passt sich an. Das Umfeld wirkt ansteckend. Aus Einzelspielern wird ein Team. Aus Unsicherheit wird Entschlossenheit.
Vincent Büchner sagte nach dem Gummersbach-Sieg zum sogenannten „Eisenach-Gen“: „Man wird von Tag 1 an gebrieft – aber ich glaub, das ist gar nicht nötig, wenn man das hier erlebt.“
Identität kann man nicht kaufen
Eisenach zeigt, was passiert, wenn ein Verein weiß, wer er ist. Das kompensiert selbst strukturelle Nachteile. Die Werner-Aßmann-Halle ist nicht die modernste, aber sie lebt. Dank ein paar Umbaumaßnahmen ist sie wieder bundesligatauglich. Der Rest kommt von innen.
Wer im eigenen Klub so etwas entwickeln will, braucht kein externes Konzept. Keine neue CI. Kein Redesign von Logo und Leitbild. Sondern zuerst den Blick nach innen: Was macht uns heute schon besonders? Wo steckt echte Substanz? Und wie können wir genau das stärken?
Eisenach hat diesen Blick. Und läuft so gerade in Jahr drei Bundesliga ein. Trotz aller Umbrüche. Vielleicht auch: wegen ihnen.
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